Dienstag, 29. Januar 2008

Chancen deutscher Automobilzulieferer in Spanien - Nachtrag zum Workshop

Im November waren wir als vortragende zum Workshop „Die Automobilindustrie in Spanien:
Chancen und Perspektiven für deutsche Automobilzulieferer“
geladen und ich möchte hier leicht verspätet noch eine kleine Nachlese vorstellen:
Der Workshop fand in sehr kleinem Rahmen statt, was sicherlich sehr schade war, aber der Grund kam in den verschiedenen Vorträgen relativ deutlich zum Vorschein: Spanien ist für Neuinvestitionen im Moment einfach nicht mehr interessant! Trotz der gerne wiederholten Fakten: Spanien ist drittgrösster Automobilhersteller Europas (bei Nutzfahrzeugen sogar Nº1) und siebter in der Welt mit ca. 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr, aber der Markt wächst nicht mehr.
SEAT als einer der grössten Hersteller in Spanien und "Hausmarke" hat nach Worten vom Entwicklungsvorstand Frank Bekemeyer noch grosse Pläne (Ziel ist es "Audi-Qualität" zu erreichen), aber die Zulieferindustrie schwächelt. Als Produktionsstandort bietet Spanien gegenüber den Ostländern im Moment zu wenig Vorteile, immer mehr Firmen wandern ab. Und dies obwohl das "Going East" alles andere als ein Zuckerschlecken ist und man manchmal Fragen muss, ob es sich hier nicht mehr um eine Modeerscheinung handelt, oder ob es wirklich handfeste wirtschaftliche Vorteile bringt. Hier ein interessanter Artikel über die Probleme die Nokia in Rumänien erwarten und die sicherlich auch andere Firmen in gleicher Art haben werden.
Zurück zum Workshop: Tenor war eigentlich, dass im Moment Spanien als Dienstleistungs- und Verkaufsstandort sicherlich noch ein hohes Potential hat, aber im Moment wenig Chancen hat als Produktionsstandort in Betracht gezogen zu werden. Schade eigentlich.
Hier
noch ein Link zu unserem Beitrag.

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